Fotografie Technik Januar 20, 2026

Was heißt eine Ansammlung von Bildern zusammen?

Melina Fassbinder 0 Kommentare

Stell dir vor, du hast hunderte Fotos von deinem letzten Urlaub, deiner Hochzeit oder einer Stadtbesichtigung. Du willst sie nicht einzeln durchscrollen, sondern sie als Einheit erleben. Dann fragst du dich: Was ist der richtige Name für eine Gruppe von Bildern zusammen? Es klingt einfach, aber die Antwort ist überraschend vielfältig. Je nach Kontext, Zweck und Kultur gibt es verschiedene Begriffe - und keiner davon ist falsch. Nur manche passen besser als andere.

Die einfachste Antwort: Bilderserie

Wenn du eine Reihe von Fotos hast, die zusammenhängen - zum Beispiel eine Folge von Aufnahmen, die eine Geschichte erzählen - dann nennt man das eine Bilderserie. Das ist der am häufigsten verwendete Begriff in der Fotografie. Eine Bilderserie kann aus drei oder dreißig Fotos bestehen. Hauptsache, sie haben ein gemeinsames Thema. Ein Fotograf macht eine Bilderserie über den Alltag von Bäckern, ein Journalist dokumentiert die Veränderungen eines Flusses durch die Jahreszeiten. Die Fotos sind nicht zufällig, sie gehören zusammen. In der Presse, in Magazinen oder auf Websites spricht man oft von einer Bilderserie, wenn mehrere Bilder als Einheit präsentiert werden.

Wenn es um Sammlungen geht: Bildersammlung

Manchmal geht es nicht um eine Geschichte, sondern um eine Ansammlung. Du hast 200 Fotos von Katzen, die du über fünf Jahre gesammelt hast. Oder 50 Porträts von Freunden, die du nie veröffentlicht hast. Dann ist das keine Serie - das ist eine Bildersammlung. Der Fokus liegt hier auf der Akkumulation, nicht auf der Erzählung. Diese Begriff wird oft in Museen, Archiven oder bei privaten Fotobüchern verwendet. Ein Fotograf, der seine gesamte Arbeit seit 1990 digital archiviert, spricht von seiner Bildersammlung. Es ist ein Begriff für Ordnung, nicht für Erzählung.

Die klassische Form: Fotoalbum

Ein Fotoalbum ist der älteste und vertrauteste Begriff. Es klingt nach Papier, Klebestreifen und verblassten Farben. Aber heute ist ein Fotoalbum oft digital - eine Seite in Instagram, eine Galerie auf deinem Smartphone oder ein gedrucktes Buch von Shutterfly. Der Unterschied zur Bilderserie: Ein Fotoalbum ist oft persönlich, emotional, chronologisch. Es erzählt nicht unbedingt eine künstlerische Geschichte, sondern deine Geschichte. Deine Tochter beim ersten Zahn, dein Hund beim Spaziergang, der Sonnenuntergang am See - alles in der Reihenfolge, wie es passiert ist. Ein Fotoalbum ist kein Kunstwerk, es ist ein Erinnerungsort.

Wenn es professionell ist: Fotostrecke

Wenn du in einem Magazin wie National Geographic oder Der Spiegel bist, dann heißt es nicht Bilderserie, sondern Fotostrecke. Das ist ein Begriff aus der journalistischen Fotografie. Eine Fotostrecke ist meistens 5 bis 15 Bilder lang, sorgfältig ausgewählt und in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet, um eine Nachricht zu vermitteln. Sie hat einen Anfang, einen Höhepunkt und ein Ende. Ein Fotograf, der eine Fotostrecke über den Klimawandel in der Arktis macht, wählt nicht einfach zufällige Fotos aus. Er baut eine emotionale und logische Reise auf. In der Redaktion sagt man: „Wir brauchen eine Fotostrecke für die Titelseite.“ Das ist der Standardbegriff für professionelle, publizierte Bildergeschichten.

Fünf journalistische Fotos in einer Zeitungsseite, die den Klimawandel dokumentieren.

Der digitale Raum: Bildergalerie

Auf einer Website, in einer App oder auf einer Social-Media-Plattform heißt es meistens Bildergalerie. Das ist der technische Begriff. Wenn du auf eine Seite gehst und auf einen Button klickst, der „Bildergalerie“ sagt, dann öffnet sich ein Fenster mit mehreren Fotos, die du durchklicken kannst. Es ist kein künstlerischer Begriff - es ist ein Funktionsbegriff. Eine Bildergalerie kann eine Bilderserie enthalten, ein Fotoalbum oder einfach zufällige Schnappschüsse. Der Name sagt nichts über den Inhalt, nur über die Struktur: Fotos, die nebeneinander dargestellt werden. In der Webentwicklung ist „Galerie“ der Standardbegriff. Die meisten Content-Management-Systeme wie WordPress oder Squarespace nutzen diesen Begriff.

Was ist der beste Begriff für dich?

Es gibt keinen einzigen richtigen Namen. Es kommt darauf an, was du tun willst.

  • Willst du eine Geschichte erzählen? Dann nenne es eine Bilderserie.
  • Willst du deine Erinnerungen bewahren? Dann ist es ein Fotoalbum.
  • Willst du deine Fotos ordnen, ohne sie zu erzählen? Dann ist es eine Bildersammlung.
  • Willst du deine Arbeit veröffentlichen? Dann ist es eine Fotostrecke.
  • Willst du deine Fotos online zeigen? Dann ist es eine Bildergalerie.

Einige Fotografen mischen die Begriffe. Sie sagen: „Meine Fotostrecke ist Teil meiner Bildersammlung.“ Das ist okay. Die Sprache lebt. Wichtig ist nur, dass du weißt, was du meinst.

Was passiert, wenn du den falschen Namen verwendest?

Nicht viel - außer dass du verwirrt wirst. Wenn du deine privaten Fotos als „Fotostrecke“ bezeichnest, denken andere vielleicht, du willst sie veröffentlichen. Wenn du eine professionelle Serie als „Fotoalbum“ bezeichnest, klingt das unprofessionell. In der Fotografie sind Begriffe wie Werkzeuge. Du verwendest den richtigen Werkzeug für die richtige Aufgabe. Es geht nicht um Perfektion - es geht um Klarheit.

Eine digitale Bildergalerie mit zehn Landschaftsfotos in einem modernen Raster.

Beispiele aus der Praxis

Stell dir vor, du hast diese Fotos:

  • 12 Bilder von einem Regenbogen, aufgenommen in 15-Minuten-Abständen - das ist eine Bilderserie.
  • 40 Fotos von deinem Hund, die du seit 2021 gesammelt hast - das ist eine Bildersammlung.
  • Ein gedrucktes Buch mit 30 Fotos aus deiner Hochzeit - das ist ein Fotoalbum.
  • 5 Bilder, die in der Lokalzeitung über die Eröffnung des neuen Parks erschienen - das ist eine Fotostrecke.
  • Ein Abschnitt auf deiner Website mit 10 Fotos von deinen Landschaftsfotos - das ist eine Bildergalerie.

Diese Beispiele zeigen: Der Kontext entscheidet. Kein Begriff ist universell. Aber jeder hat seine Heimat.

Wie du deine eigene Sammlung benennst

Wenn du deine Fotos ordnen willst, stell dir diese drei Fragen:

  1. Erzählen die Fotos eine Geschichte? → Dann: Bilderserie
  2. Wurden sie für jemanden anders gemacht? → Dann: Fotostrecke oder Bildergalerie
  3. Wurden sie nur für mich gesammelt? → Dann: Fotoalbum oder Bildersammlung

Wenn du unsicher bist, fang mit „Bilderserie“ an. Es ist der flexibelste Begriff. Er passt in fast jeden Kontext - privat, professionell, digital oder analog.

Warum das alles wichtig ist

Weil du nicht nur Fotos speicherst - du schaffst Struktur. Struktur hilft dir, dich an Erinnerungen zu erinnern. Sie hilft anderen, deine Arbeit zu verstehen. Wenn du deine Fotos als „Bilderserie“ bezeichnest, dann weiß jemand, der sie sieht: Hier ist Absicht, hier ist Plan, hier ist Kunst. Wenn du sie als „Fotoalbum“ nennst, dann weiß jemand: Hier ist Liebe, hier ist Leben, hier ist Persönliches. Die richtige Bezeichnung verändert, wie deine Bilder wahrgenommen werden.

Ist eine Bilderserie dasselbe wie eine Fotostrecke?

Nicht genau. Eine Bilderserie ist ein allgemeiner Begriff für eine Gruppe zusammenhängender Fotos - egal ob privat oder professionell. Eine Fotostrecke ist eine spezielle Art von Bilderserie, die für die Veröffentlichung in Medien wie Zeitschriften oder Online-Portalen erstellt wurde. Sie folgt journalistischen Regeln und hat oft einen klaren Erzählbogen. Jede Fotostrecke ist eine Bilderserie, aber nicht jede Bilderserie ist eine Fotostrecke.

Kann man eine Bildergalerie auch als Fotoalbum bezeichnen?

Technisch gesehen: Ja, wenn es sich um eine Sammlung persönlicher Fotos handelt. Aber im Alltag nicht. Eine Bildergalerie ist eine digitale Anzeigeform - sie kann zufällige Fotos enthalten. Ein Fotoalbum impliziert eine persönliche, oft chronologische und emotional aufgeladene Zusammenstellung. Wenn du deine Hochzeitsfotos als Bildergalerie auf Instagram zeigst, ist das eine digitale Präsentation. Wenn du sie in einem gebundenen Buch druckst, ist es ein Fotoalbum. Der Unterschied liegt in der Absicht und dem Medium.

Was ist der Unterschied zwischen Bildersammlung und Fotoalbum?

Eine Bildersammlung ist eine Ansammlung von Fotos, die nach einem Thema oder einer Kategorie geordnet sind - zum Beispiel „Bilder von Bergen“ oder „Fotos aus Berlin“. Sie muss nicht chronologisch oder emotional sein. Ein Fotoalbum hingegen erzählt eine persönliche Geschichte - oft in der Reihenfolge, wie die Ereignisse passiert sind. Es ist weniger eine Sammlung, mehr ein Erinnerungsbuch. Eine Bildersammlung kann viele Fotoalben enthalten.

Warum heißt es nicht einfach „Fotosammlung“?

„Fotosammlung“ klingt technisch korrekt, aber es ist kein etablierter Begriff in der Fotografie. In der deutschen Sprache wird „Bildersammlung“ bevorzugt, weil „Bild“ im Kontext von Fotografie und Kunst weiter gefasst ist als „Foto“. „Foto“ bezieht sich oft auf den physischen Abzug oder den Schnappschuss. „Bild“ umfasst auch die künstlerische Absicht. Deshalb sagen Fotografen und Kuratoren „Bildersammlung“ - es klingt professioneller und tiefer.

Gibt es einen Begriff für eine sehr große Anzahl von Bildern?

Ja - wenn es um tausende oder zehntausende Fotos geht, spricht man von einem Fotoarchiv. Das ist kein privates Album oder eine Galerie, sondern ein systematisch organisiertes Fundament. Museen, Zeitungen und Fotografen mit langjähriger Arbeit haben Fotoarchive. Ein Fotoarchiv hat Kataloge, Metadaten, Datensätze. Es ist kein Ort zum Anschauen - es ist ein Ort zum Suchen und Forschen.